Deutsche Krankenkassen entdecken Potenzial von Smartphone-Apps

Versicherungs-Apps Deutschland (ausgewählt)

Es scheint, als ob deutsche Krankenkassen zunehmend das Potenzial von Apps entdecken. Während fast jede Versicherung inzwischen „irgendwie“ im AppStore vertreten ist, scheinen die jüngsten Aktivitäten zunehmend gezielter Marketing- oder sogar Präventionsziele als Hintergrund zu haben:

  • Bereits seit 09/2012 kooperiert die AOK Nordost mit dem Schweizer Fitness- und Wellness-Portal Dacadoo (vormals QUENTIQ) im Rahmen der Initiative AOK mobil vital. Die Hoffnung der AOK: Mit der durch die Kooperation für Mitglieder kostenlosen) Dacadoo-Nutzung verhalten sich ihre Mitglieder gesünder und tragen so zu mittel- und langfristigen Kostensenkung bei. Darüber hinaus bietet die AOK eine große Zahl eigener informationslastiger Angebote in App-Form an.
  • Die DAK ist inzwischen mit mehreren eigenen Apps vertreten. Die jünste App, der DAK Fit-Check (April 2013), hat dabei einen ähnlichen Anspruch wie Dacadoo, geht aber noch einen Schritt weiter: Ähnlich wie Audax Zensey und weitere amerikanische Start-ups kombiniert die App einen „Fitness-Coach“ mit Bar- und Sachprämien. Im Falle der DAK entstammen diese dem eigenen Bonusprogramm (DAKgesundAktivBonus).
  • Auch die Techniker Krankenkasse verfügt mittlerweile über ein ganzes Portfolio eigener Apps. Mit Angeboten wie einem Lexikon, einem Klinikführer oder einem Kiosk für die eigenen Broschüren setzt die TK – ähnlich wie die AOK – den Schwerpunkt bei Informationsangeboten. Das interaktivste Angebot der TK ist zur Zeit der TK Fit Check, der den Nutzern einfache Selbsttests erlaubt.
  • Viele andere Krankenkassen sind inzwischen ebenfalls mit Apps vertreten. Anwendungen wie der BARMER Campus Guide oder typische BKK Apps (z.B. BKK-A.T.U. App) haben bisher jedoch meist einen starken Marketing- bzw. Informationscharakter. Im Vergleich haben die Angebote von Dacadoo oder DAK Fit Check einen höheren Präventionsanspruch.

Die Beschreibung der Angebot ist zwar nicht erschöpfend, zeigt aber einen möglichen Trend hin zu interaktiveren, präventions-orientierten Angeboten auf, wie er in den USA bereits seit längerem erkennbar ist. Mit weiter zunehmender Smartphone-Penetration erscheint dieser Schritt auch für deutsche Krankenkassen nur logisch.

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