Digital Health 2014: Diese Startups bringen frischen Wind ins deutsche Gesundheitssystem

Vor einem knappen Jahr hatten wir das erste Mal die Landkarte der deutschsprachigen Gesundheits-Startups veröffentlicht. Inzwischen haben wir 33 anstatt von 20 Unternehmen auf unserer Liste, und das trotz einiger Abgänge – höchste Zeit also für ein Update. Natürlich sind nicht alle neu gelisteten Startups Neugründungen. An dieser Stelle danke für die Hinweise nach der letzten Veröffentlichung – Tips werden auch weiter gerne genommen.

Auch wenn wir dieses Mal ein wenig tiefer bohren (siehe Auswertungen unten), so bleiben wir unserem Suchraster treu: Auch in der aktuellen Ausgabe lassen wir Arztbewertungs- und Terminbuchungsportale außen vor, obwohl auch hier neue Anbieter wie z.B. PatientsBest das Feld betreten.

Digital Health Startup-Landkarte Deutschland Österreich Schweiz 2014

Um die gezeichnete Landschaft noch besser zu verstehen, haben wir uns ausgewählte strukturelle Daten zu den Unternehmen und Geschäftsmodellen angesehen. Hier die wichtigsten Ergebnisse:

Durchschnittsalter 3 Jahre

Digital Health mag in den letzten beiden Jahren in DACH an Fahrt gewonnen haben, die Wurzeln liegen jedoch weiter zurück: Im Schnitt sind deutsche Gesundheits-Startups fast drei Jahre alt. Über die Hälfte der Startups ist 2 Jahre oder älter, 17% der aufgeführten Unternehmen sind im letzten Jahr hinzugekommen:

Digital Health Startups DACH: Alterstruktur 2014

Web-lastiges Deutschland

77% der im DACH-Raum beheimateten Angebote scheuen (noch?) die Komplexität mehrerer Kanäle / Plattformen. Diese Anbieter konzentrieren sich auf ihre App, ihr Web-Angebot oder ihr Tracking-Device. Auch ohne Vergleichswerte aus anderen Ländern zur Hand zu haben, erscheint die Relevanz von Web-Angeboten dabei immer noch hoch:

Digital Health Startups Deutschland: Plattform-Relevanz (2014)

B2C-Monetarisierung mit größter Verbreitung

Nicht überall ist die Monetarisierungsstrategie bereits klar ersichtlich – bei ca. 20% der Startups fehlte uns der entsprechende Einblick. Soweit ersichtlich, setzt mit 70% der Großteil der Anbieter auf einen Monetarisierungshebel, die übrigen 30% versuchen in mehrere Richtungen Geld zu verdienen. Insgesamt ergibt sich eine klare Rangliste der „beliebtesten“ Monetarisierungsansätze.

Digital Health Startups DACH: Beliebteste Monetarisierungshebel 2014

Fazit: Digitale Gesundheit wird massentauglich

Die Zahl der Gesundheits-Startups wächst und die Spieler erreichen zunehmend den für den Massenmarkt erforderlichen Reifegrad. Die spannende Frage der nächsten Monate wird die Monetarisierung sein – gerade in Ländern wie Deutschland, in denen Verbraucher „kostenlose Gesundheit“ gewöhnt sind. Vergütungsmodelle wie die B2C-Monetarisierung bei Klara oder die Erstattung durch Kassen bei Caterna beginnen sich zu etablieren. An dieser Stelle scheint eine weitere Beschleunigung wohl der Schlüssel zum vollständigen Durchbruch von Digital Health in Deutschland.

3 Gedanken zu „Digital Health 2014: Diese Startups bringen frischen Wind ins deutsche Gesundheitssystem“

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