TK-App vs. MySugr: Können Krankenkassen Digital?

Mit der neuen App „DiabetesTagebuch“ setzt die Techniker Krankenkasse (TK) auf ein ähnliches Konzept wie MySugr: Ein mobiler Begleiter als Ergänzung für die digitale Diabetiker-Schulung. In der Umsetzung zeigt die TK jedoch noch viel Luft nach oben, wie bereits ein einfacher Vergleich des Registrierungsprozesses deutlich macht.

TK-DiabetesTagebuch vs. MySugr-Tagebuch: Vergleich Registrierungsprozess

Es ist schwer vorstellbar, dass die TK so signifikant Downloads zu neuen Nutzern zu konvertiert. Der Fokus der App scheint aktuell also eher auf bereits existierende Nutzer des TK Diabetes-Coaching-Angebots zu liegen.

Bemerkenswert ist auch das implizite Commitment der TK. Offenbar ist man in Hamburg bereit, die digitale Lernkurve dauerhaft zu beschreiten und das erforderliche Know-How intern aufzubauen. Anders haben sich die Kollegen der österreichischen Sozialversicherungsanstalt (SVA) entschieden: Anstatt ein eigenes Angebot zu entwickeln, erstattet die SVA ihren versicherten Diabetikern seit kurzem die Kosten für Schulungen über die MySugr-Plattform. So profitieren in der Alpenrepublik Versicherung und Versicherte sofort vom bei MySugr über Jahre aufgebautem Experten-Wissen.

Wir haben uns trotz aller Hürden die Zeit genommen und uns im TK-DiabetesTagebuch registriert. Die folgende Gallerie ist der schnellste Weg, um sich selbst einen Überblick zu verschaffen – lediglich für Schritt 3 der Anmeldung fehlt der entsprechende Screenshot.

 

Zum Vergleich hier noch die fünf Schritte der MySugr-Registrierung im Detail:

Eines scheint sicher: Weitere Krankenkassen-Apps und verbesserte Versionen des TK-DiabetesTagebuchs sind nur eine Frage der Zeit. In diesem Sinne: Fortsetzung folgt.

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