„Ingestibles“: Bessere Compliance durch schluckbare Sensoren?

Rund die Hälfte der chronisch Kranken verschriebenen Medikamente nicht oder nicht richtig eingenommen. Für Ärzte ist dies schwer zu durchschauen und eine wirkungsvolle Weiterentwicklung der Therapie kaum möglich, wie kürzlich sehr akkurat in der FAZ beschrieben.

Smartphone-Apps können die Therapietreue deutlich steigern, dezidierte Lösungen wie Glow Caps zeigen in ersten Studien sogar ein noch größeres Potenzial. Noch einen Schritt weiter geht das US-Startup Proteus:

  • Eine einnehmbare, mit einem Mikrochip versehene Tablette registriert die Einnahme von Medikamenten und übermittelt diese an einen als Pflaster am Bauch getragenen Sensor.
  • Der Sensor am Bauch sammelt weitere Daten wie z.B. Bewegungs- und Schlafmuster und übermittelt den gesamten Datensatz an eine Smartphone-App. Aus dieser kann der Nutzer sie z.B. mit ihrem Arzt oder ihrer Familie teilen.

Proteus Health ist bisher mit über 170 Mio. USD finanziert. Während das langfristige Ziel eine Integration des Chips in bestehende Tabletten ist, ist das erste Produkt „Helius“ eine dezidierte Tablette ohne eigenen Wirkstoff. Bisher wird Helius z.B. durch die Apothekenkette Lloyds (UK) vertrieben. Zur Akzeptanz durch Patienten liegen (zumindest uns) bisher keine Informationen vor.

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